Mittwoch, 14. Dezember 2011

George

Wir haben es einfach nicht ausgehalten. Im März diesen Jahres ist unser über alles geliebter Kater George gestorben. Die letzte Fahrt zum Tierarzt war schrecklich, vor allem dass mein großer Sohn die ganze Zeit bitterlich geweint hat. Er ist von klein auf mit ihm aufgewachsen und die beiden waren unzertrennlich.

Ich habe unseren George im Arm gehalten bis er endgültig eingeschlafen war. Wir haben ihn im Garten beerdigt und eine Kerze aufgestellt. Die ersten Nächte konnten wir nicht schlafen und oft stand ich mit meinem Großen stumm am Fenster zum Garten, wir haben die Kerze flackern sehen und uns liefen die Tränen...

Zufällig stieß ich vor einigen Wochen auf eine Anzeige mit einem Foto von kleinen Katzenkindern und alle sahen so aus wie unser George einst als er klein war. Wir sind hingefahren mit der Absicht: " Nur mal gucken!" Ihr könnt Euch ja vorstellen was passiert ist... Hier liegt der kleine Charly nun, auf unserem Sofa. Er ist nicht nur in unser Haus, sondern auch in unser Herz eingezogen - auch wenn ich noch oft nachts am Fenster stehe, auf das Flackern der Kerze schaue und mir vorstelle, dass unser George irgendwo in der Sonne liegt und schnurrt, so wie früher...


George


Stehe nicht an meinem Grab und weine. Ich bin nicht dort.
Ich schlafe nicht. Ich bin wie tausend Winde, die wehen.
Ich bin das Glitzern des Schnees.
Ich bin das Sonnenlicht auf reifem Korn.
Ich bin der sanfte Herbstregen.
Wenn Du aufwachst in des Morgens Stille, bin ich der Flügelschlag friedlicher Vögel im Flug.
Ich bin der Stern, der nachts hell leuchtet.
Stehe nicht an meinem Grab und weine. Ich bin nicht dort.
Ich bin nicht tot.
( Autor unbekannt )
                                                                                                                                              

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